Über ein Jahr lang waren wir nun nicht im Ausland, um unseren Bergsehnsüchten nachzugehen. Diesmal war`s mit der Hilfe von Impfung und den sonstigen „G`s“ soweit: ab nach Paklenica…

am Beginn der Schwierigkeiten in der Subara direkt…

Eigentlich war überall in den Alpen jede location mit schlechter Wettervorhersage ausgestattet, darum verließen wir uns hier auf unseren Riecher: „Des wir supa do unten!“ waren wir beide davon überzeugt. Und genau so, oder vielmehr noch besser wurden diese drei Tage dann! 😊

Chris als wahres Klettergenie hatte natürlich den gesamten Winter am Fels durchtrainiert und ich als Improvisations- und „wird scho irgendwie gehen“- Genie hoffte, da irgendwie mithalten zu können. Natürlich war von Anfang an klar, dass das so nicht machbar war und

am Anica Kuk oben…

meine Leidensfähigkeit aufs Ärgste strapaziert werden würde, doch ich hoffte natürlich bis zum Schluss…

Ich wollte es gemütlich angehen, waren meine Klettertage im heurigen Jahr gerade mal an einer Hand abzuzählen und Chris war`s auch ganz recht: die 450 Klettermeter lange Subara direkt am Anica Kuk mit einem Schwierigkeitsgrad 6c+, weite Teile davon selbst abzusichern und die berühmte „harte“ Paklenica Bewertung ließen in mir doch erste Zweifel an seinen Worten und seinem Plan für den ersten Tag

unsere beiden Linien in der Anica Kuk NW- Wand…

aufkommen. Doch was am meisten- wieder einmal- perfekt zutraf war die Tatsache, dass die schlimmsten und schwersten Längen in Paklenica jene mit einer „5“ am Anfang waren. Diese Grauslichkeiten zogen sich in diesen drei Tagen durch wie ein roter Faden.

Die Linie durch den Zentralteil dieser NW- Wand war überragend und spektakulär. Soo eine geile Kletterei bekommt man nur im Tal von Winnetou serviert! Und auch das Wetter war mehr als perfekt, dazu garniert mit gaanz wenig Wind und anderen Kletterern und keiner einzigen Kampfgelse am Abend, waren wir schon nach unserer ersten Tour am Ziel unserer Träume.

Doch weit gefehlt! Chris, dieses Luder, hatte für den zweiten Tag was besonders vor: mir vorgaukelnd, ich könnte mir selbst eine Tour aussuchen, hat mich dieser Kerl doch schon am Vortag immer wieder auf die supersteilen Seillängen in der benachbarten Zenit hingewiesen. Und ich Depp fiel glatt darauf rein und schlug diese Linie selbst vor! 😉

mitten drin im überhängenden Paklenica Kalk…

Wir beide hatten diese Kletterei bereits 2017 nach der Hälfte abgebrochen und sind über die Klin ausgestiegen. Und nun machten wir es umgekehrt- zuerst die Klin rauf und dann rein in die überhängenden 7b`s aus traumhaft festen und wasserzerfressenen Kroatienkalk. An diesem Tag schickte uns die Bora 70 km/h Wind und mir des öfteren die Seile von oben kommend auf den Kopf…Chris kletterte alle schweren Längen onsight und war am Gipfel überglücklich ob der gelungenen Begehung. Ich war überglücklich, dass ich das überstanden hatte und am Gipfel aufrecht ankam…

Wuzelkaminrissscheiss in der Jenjavi…

Was macht man, wenn die Finger bereits nach zwei Klettertagen durch waren (bei mir- nicht bei Chris) und sich das Kraftniveau in Ameisenkniehöhe befand? Richtig: man klettert eine weitere 7a+ zum Ausklettern!! Und nicht genug damit- es musste die Jenjavi werden mit ihren berühmt berüchtigten „Wuzelkaminrissscheiss“– Längen (Zitat Peter Manhartsberger). Doch nur weil Peter anscheinend nicht Kaminklettern kann, bedeutet das noch lange nicht, dass diese Tour etwa ausgelassen werden darf. Nein, im Gegenteil sogar: eine wahrhafte Superlinie wartete da auf uns, die wir an unserem letzten Klettertag begehen durften.

Danke, Chris- es waren voll lässige und megageile Tage! 😊

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hier gehts zum album und der Tourenbeschreibung der Subara direkt…

hier gehts zum album und der Tourenbeschreibung der Zenit…

hier gehts zum album und der Tourenbeschreibung der Jenjavi…

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die videos von unserem Tripp könnt ihr hier sehen:

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Kategorien: Touren

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