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3.Tag: Weisskugel und Langtauferer Spitze mit Jürgen Krenmayr!

Weisskugel und Langtaufererspitze (3.738 m bzw. 3.528 m): WS+, Schnee- Eis bis 30°.

Gesamt 23 Kilometer, 2.000 Hm Aufstieg, 8 Std.

Charakter: Die Königstour im Bereich der südlichen Ötztaler Alpen. Lange und anspruchsvolle Hochtour vom Hochjoch Hospiz über den weitläufigen Hintereisferner auf einen der formschönsten und höchsten Gletscherberge der Alpen. Stabile Verhältnisse, insbesondere im Bereich der Gletscherübergänge und unterhalb des Matscherwandls sind Voraussetzung für diese Tour. Und wenn man dann noch die Abfahrt über die sehr steile Ostflanke mit anschließendem Wiederaufstieg auf die Langtauferer Spitze meistert, dann hat man das Sahnehäubchen der Tour genossen.

Aufstieg: Vom Hochjoch Hospitz (2.412 m) in südwestlicher Richtung fast waagrecht hinüber zum flachen Hintereisferner. Zunächst über welliges Gelände- meist mittig haltend- bis zur ersten Steilstufe auf etwa 3.100 m. Je nach Verhältnissen hält man sich eher links in Richtung Steinschlagjoch und steigt dann steiler werdend zum Hintereisjoch (3.432 m) auf. Durch einen schmalen Durchschlupf gelangt man hinaus auf die Südschulter unterhalb des markanten Matscherwandls. Von dort führt der Anstieg steil nach Norden hinauf auf den Gratrücken zum Wintergipfel (Skidepot). Der Weiterweg erfolgt in leichter Kletterei über einen Felskopf und anschließend über eine sehr schmale Firnschneide hinüber zum Hauptgipfel (3.738 m).

Abfahrt: Direkt vom Skidepot in östliche Richtung über die im oberen Teil sehr steile Ostflanke hinunter (Alternativ der Aufstiegsroute folgen). Je nach Schneequalität mehr oder weniger weit hinunter (bis ca. 3.000 m). Neuerlich auffellen und in nördliche Richtung über perfekte Skihänge hinauf bis knapp unter den Gipfel. Dort neuerliches Skidepot und zu Fuß zum Gipfel (3.528 m). Zweite Abfahrt entlang der Aufstiegspur, oder- wenn die Verhältnisse gut sind- direkt nach Osten über den Gletscher hinunter (orografisch rechts befindet sich auf einem Gratrücken gut sichtbar die meteorologische Station auf 3.026 m). Weiter die flache Aufstiegsspur hinunter und zum Ausgangspunkt retour.

Bemerkungen: Eine grandiose Tour, die gemacht werden muss. Auch wenns lang und noch etwas länger wird, gehört diese Runde einfach dazu. Bei schlechter Sicht zum Vergessen, jagt bei Schönwetter ein visuelles highlight das Nächste. Durch die Länge und hohen Anforderungen ein anspruchsvolles Unterfangen.

Ausrüstung: Skitourenausrüstung, Lawinenzeugs, Pickel und Steigeisen.

Besten Dank für die pics an Jürgen Krenmayr!

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