Dufourspitze 2014

von Michl Kraeftner am 1.7.2014

Da die Verhältnisse in der Schweiz nach wie vor perfekt waren, und es noch einige Touren auf der „to do“ Liste gab, packten Flo und ich unsere sieben Sachen und brachen nach meinem Missgeschick in der Matterhorn Nordwand zu neuen Taten auf…

a lässiger Zustieg...

a lässiger Zustieg…

Unser Ziel war die neue Monte Rosa Hütte (2.883m) und … 😉
Doch das Wetter war gerade für den Dienstag eher durchwachsen angesagt, sodass wir daher wieder sehr entspannt am Montag den Zustieg absolvierten und uns in der neuen und sehr gemütlichen, vor allem auch sehr freundlichen Hütte einquartierten. Sehr wenig Leute und bis auf einen Bergführer mit zwei Klienten alle ohne Schi unterwegs! Und weil diese Gruppe auf die Dufourspitze wollten, gingen wir es ganz gemütlich an diesem Dienstag um 0800 Uhr an: wolkenverhangen und bald mit NULL- Sicht stiefelten wir in der guten Spur dem Jimmy Weber hinten nach. Als dieser auf ca. 4.100 m plötzlich aus dem Nebel auftauchte und mitteilte, bei der Sicht ist ein Durchkommen zum Silbersattel unmöglich und er daher umdrehte, war das für uns kein Drama.

a fette Spalte...

a fette Spalte…

Wir wollten ohnehin nur mal kurz herumlaufen, um uns für die kommende große Unternehmung vorbereiten.
Doch plötzlich riss es auf und die strahlende Sonne gab auf wunderbare Weise den Weg durch den wirklich sehr beeindruckenden Gletscherbruch zum Silbersattel frei. Welch ein Anblick: Spalten und Pulverschnee- ein Traum! Rechtzeitig zur finalen Kletterei zog es wieder zu und wir suchten uns den Weg durch die Nebelsuppe bis zum Gipfel. Aber das waren wir eh schon gewohnt. Wenig später feierten wir unseren ersten Gipfelsieg am höchsten Punkt der Schweiz auf 4.634 m.
Und weil`s der Herrgott an diesem Tage sehr gut mit uns meinte, ließ er noch einmal die Wolken aufreißen…

einfach herrlich!

einfach herrlich!

…gerade, als wir nach einer Abseilfahrt die Schi am Silbersattel anschnallten. Flo geriet ein wenig in Stress, da für einen waschechten Kletterer das Schuhe zumachen (4- Schnaller!) und das Einsteigen in die Bindung sehr sehr lange dauert 😉 !
Gerade noch rechtzeitig fuhren wir angeseilt die ersten Meter los. Und nach dem Passieren der beiden Riesenspalten gab`s dann für uns beide kein Halten mehr: bei traumhaftem Pulver im Oberteil der Route und perfektem Firn im unteren Abschnitt ließen wir uns unangeseilt (sau vü Schnee hot`s no imma!) die Hänge runter- bis fünf Meter vor die Hüttenterrasse!
Ein Wahnsinnstag! Keiner der anderen Bergsteiger in der Hütte hatte an diesem Tag einen Gipfelerfolg auf zu weisen- und keiner hatte nur annähernd soo einen schönen Abstieg wie wir!

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So etwas macht natürlich Lust auf mehr! Das “Mehr“ sollten wir tags darauf ausführlich auskosten können…
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die Fotos könnt ihr hier sehen:

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2 Kommentare

  1. 🙂 liebe grüße aus kroatien. Jetzt wirds spannend. lg flo 😎

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