Unglaublich- schon wieder ist ein ganzes Jahr vergangen- muss unbedingt den Hans anrufen…
…der sich sofort über die Kontaktaufnahme freute und- sogar mega kurzfristig Zeit für ein paar Klettereien mit mir hatte! Ich freute mich sehr darauf, war unser letzter Trip zum Mont Blanc leider nicht von Erfolg gekrönt worden- das sollte jetzt doch anders werden. 😉
Der Höhepunkt der Hitzewelle stand kurz bevor und das bedeutete- eindeutig und ohne Alternative: klettern an nordseitig ausgerichteten Felswänden wie im Pinnistal und im Karwendel. Fünf Jahre waren seit meinen letzten beiden Besuchen dort schon wieder vergangen. Zeit,
mal wieder was Ordentliches anzureißen.
Brütende Hitze um die Mittagszeit, als ich Hans von Schwaz abholte, etwas besser werdend am Beginn des Pinnistales und optimal, als wir am Einstieg der Chief Pinnis, 7+/ 8- standen. Die Kletterei in der sog. Männerwand ist ungemein interessant und abwechslungsreich und ist diese doch im Winter auch ein Paradies für den ambitionierten Eiskletterer. Wir genossen den Nachmittag ganz allein dort, plauderten mit dem Wirten der Pinnisalm noch eine geraume Zeit und traten dann sehr spät am Abend den unvermeidlichen Weg in die „Hitze des Inntals“ an.
So ein e- bike ist schon eine geile Sache: zwar plagte mich ständig das schlechte Gewissen, doch irgendwann war auch das vorbei und man genießt in vollen Zügen das fast schwerelose dahinbrettern mit so einem Ding. Wir brachen am zweiten Tag frühzeitig Richtung Karwendel auf und genossen vormittags die
unwahrscheinlich schöne und zu selten begangene Blickwinkel, 8- an der vorderen Repswand.
Nach einer Stärkung in der Kastenalm und dem finalen OK von Thomas am Hallerangerhaus für zwei Schlafplätze zogen wir nachmittags zum Flötenturm hinauf. Der Zustieg war schweißtreibend- es war einfach megaheiß- die Kletterei im Schatten in der The Hail Mary, 8- dafür umso genussreicher. Eine wunderbare Linie wurde da erst 2025 gefunden und eingebohrt!
Und auch diesmal bestellte ich mein TAB in Maßkrugeinheiten, zumal einerseits die Kletterei mit Hans soo viel Spass machte und andererseits auch Chris und Patrick hier waren. Chris hatte mich hier im Halleranger ja genau vor fünf Jahren so geschunden, dass meine Finger noch immer davon bluteten… 😉
Am dritten Tag hatte Hans, der ein wahres Wunder der Umsicht und Ruhe ist (danke dafür Hans- ich bin ja das ganze Gegenteil…), Einsehen mit mir. Die Anna Lacht, 8- war unsere Abschlusstour hier an der Speckkarspitze. Und auch diese Linie braucht sich von den anderen highlights hier wahrlich nicht verstecken. Eine Seillänge schöner als die andere darf man an dieser westseitig ausgerichteten Megawand genießen!
Die vorhergesagten Gewitter bereits im Anmarsch verhinderten ein zweites TAB im Hallerangerhaus. So rollten wir mit den bikes flugs nach unten und machten noch einen Abstecher zu Peter, dessen Geburtstag ja auch noch etwas gefeiert
gehörte. „Ois Guate, Bua!“ 😊
Hans! Ein großes Danke an dich für diese drei Klettertage- es war megacool!
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