Sehr schöne Neutour am Flötenturm/ Halleranger mit Hans Buchinger!
Flötenturm (2.145 m): „The Hail Mary“, 8- (7 obl.), Einzeln: 7 (30 m) 7- (20 m), 7+/ 8- (30 m), 7+ (15 m), 7- (35 m).
Gesamt 5 Seillängen, 130 Klettermeter, Wandhöhe 100 Meter, Zustieg ab Hallerangerhaus (1.768 m) 30 Minuten, Kletterei 2 Std, Abstieg 30 Minuten. Gesamt 400 Hm, 3 Stunden.
Charakter: „The Hail Mary“ ist eine noch neue Tour (aus 2025), führt durch die steile Platte des Flötenturms und nutzt dabei geschickt die vorgegebenen Strukturen der Wand. Der Fels kann durchgehend als gut bis sehr gut bezeichnet werden und gerade die dritte und vierte Länge bieten wunderbare Kletterei mit interessanten Bewegungen. Die Tour ist gut abgesichert und kann auch gut mit anderen Touren am Turm kombiniert werden. Gleich rechts daneben ist die „Trog mi Wind“- ein Gustostückerl für solide 7c Kletterer. Nach der Tour unbedingt zum Thomas auf ein Bier ins Hallerangerhaus schauen!
Zustieg: Vom PP Schraffelbrücke in Scharnitz mit dem e- bike ins Hinterautal, vorbei an der Kastenalm zum Hallerangerhaus (ca. 75 Minuten). Von dort den Weg zum Überschalljoch (1.912 m) folgen bis zur großen Wiese am Fuße der Speckkarpltte. Über die Wiese nach Süden, dann auf einem kleinen Pfad und über Schutt zum Flötenturm. Einstieg am tiefsten Punkt der Wand.
Beschreibung: immer den bolts bzw. der Nase nach. Details siehe topo.
L1- 7: Anfangs gerade rauf, dann über eine kompakte Platte weiter und linkshaltend zum Stand am Beginn einer Verschneidung
L2- 7-: die Verschneidung kurz hinauf, dann nach rechts in die kompakte Platte und weiter einem Riss hinauf folgen nach rechts zum Standplatz.
L3- 7+/ 8-: unpackbar geil anfangs den Riss nach oben folgen, dann markant nach rechts zur Kante und dahinter zu Stand.
L4- 7+: anfangs kurz gerade rauf und dann sehr tricky fast waagrecht nach rechts hinüber zur rettenden Rissverschneidung, weiter hinauf und rechtshaltend zum Standplatz auf Band bei Latsche.
L5- 7-: wiederum anfangs rechtshaltend über eine kompakte Platte rauf, dann links einem Riss folgen bis in leichteres Gelände. Weiterrechts rauf bis zum letzten Stand hinauf.
Abstieg: Am besten zweimaliges Abseilen über die Tour „Trog mi Wind“ mit 60 m Doppelseil. Die Standplätze sind mit einem violetten Kletterseil versehen und sehr gut sichtbar.
Bemerkungen: Die Tour ist sehr gut mit bolts gesichert. Der Schwierigkeitsgrad sollte auch zwischen den Haken beherrscht werden. Keine friends notwendig. Die Querung an kleinen Fingerlöchern in der vierten Seillänge ist gefühlt schwerer als die darunter liegende Schlüssellänge. Wer noch genug Schmalz in den Armen hat, muss die „Trog mi Wind“ auch noch klettern- megaschön und spektakulär!
Ausrüstung: komplettes Felskletterzeugs, 12 Expressen, 2-3 lange Schlingen, Doppelseil 60 m.
Besten Dank für die pics an Hans Buchinger!









