2. Gesamtrang in der Romandie!

von Martin Gansterer am 26.7.2014

Aus der Vielzahl an Trailbewerben in der Romandie passte mir der Trail du Vélan zeitlich am besten ins Wochenendprogramm. Hätte mich mein Sportskollege Nicolas nicht über die Tücken des Terrains informiert, hätte es eine böse Überraschung für mich gegeben…

Martin Gansterer...

Martin Gansterer…

Beim Betrachten der Route auf der Karte wurde ich darauf hingewiesen, dass es im oberen Streckenabschnitt kaum bis keinen Weg gibt. Die Trainingsrunde Anfang Juli bestätigte diese Einschätzung. Weiters wusste ich nach dieser Besichtigung, dass der Bewerb bei Schlechtwetter besser zu meiden sei.
Vier Tage vor dem Bewerb waren die Wetterprognosen noch passabel. Kaum angemeldet, wurde die Wettervorhersage stets schlechter. Als Kämpfernatur ging ich dennoch an den Start in Bourg St. Pierre (1632 m), am Fuße des Col du Grand St. Bernard (2469m). Der Mont Vélan mit 3727 m ist ein Grenzberg zwischen der Schweiz und Italien, eingebettet zwischen Grand Combin und Mont Blanc. Es standen ein Cross-, ein 21 km- mit 2000 HM und ein 44 km- Bewerb mit 3600 HM zur Auswahl.

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Bei nebeligen und regnerischen Verhältnissen ging ich beim Halbmarathon an den Start in Bourg St. Pierre, wo sich auch das Ziel befand. Positiv an der Trailroute zu werten sind die bloß 400 Meter Asphalt. Von da an ging es nur mehr bergauf im Sinne „steil, steiler, am steilsten“. Nach einer Viertelstunde war der Laufschritt endgültig eingestellt; und ich nutzte den Allradantrieb mit den Sticks. Die Pacemaker bis zur ersten Cabane hielten kurz zur Labung und ich konnte mich im dichten Nebel aus deren Blickfeld entziehen. Die folgenden Wanderwege waren eher Gamssteige und teilweise von Gras überwuchert. Ab 2700 m ging es wechselnd auf und ab. Die große Challenge war der stete „Balanceakt“ über glitschig nasses Blockgestein. Dank des Nebels wurde man nicht von den mächtigen Bergriesen und den schmalen, steilen Graten abgelenkt, auf welchen die Trailer tanzten.

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Der Aufstieg zum Wendepunkt Cabane Valsorey auf 3030 m erinnerte an so manche klirrendkalten Mountain Attack- Nächte… Während einer kurzen Verschnauf- und Verpflegungspause rutschte ich eine Position nach hinten. Dass ich beim Downhill kaum Zeit gut machen konnte, war mir bewusst. Daher versuchte ich beim letzten Anstieg noch zur Spitze aufzuschließen. Dies war jedoch aussichtslos und so rettete ich bei den 2000 HM Abstieg bei teils knöcheltief mit Wasser überschwemmte Weg den zweiten Gesamtrang in 3:23 Std!
Mit dem Endergebnis sichtlich zufrieden, darf ich über meine langsamste Halbmarathonzeit nicht klagen. Dieser Trail war einer der technisch anspruchsvollsten meiner “Laufbahn” bei widrigsten Bedingungen!

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