30.11.2020

Zwei super Mixedlinien in der Schobergruppe mit Martin!

Martin hatte wieder mal zur richtigen Zeit den richtigen Tipp für zwei richtig gute Mixedkletterlinien…

perfektes Mixedgelände am Ralfkopf…

Ich muss mir den Kollegen wirklich warm halten: extrem motiviert, ausgestattet mit allen guten Eigenschaften, die ein Alpinist so braucht, immer in der Hosentasche Topinfos über gute Bedingungen in den Alpen, Bergführeranwärter und darüber hinaus ein guter Koch mit eigenen Bus- was will man mehr? 😉

Und so kam es, dass der Junge mit Infos über zwei neue Erstbegehungen im Lesachtal bei Kals herausrückte und gleich den Vorschlag brachte, es dort so schnell als möglich auch zu versuchen. Das Klump war schnell gepackt und wir rauschten gen Süden. Mit dabei auch erstmalig zwei e- bikes, um uns den langen Zu- und Abstieg damit zu verkürzen. Wir entschlossen uns am ersten Tag gleich mal dem Ralfkopf (3.106 m) und seiner Nordwand einen Besuch abzustatten. lost in pollywood heißt die erst vor zwei Wochen erstbegangene Route von Vittorio Messini und Gefährten. Dass wir an diesem Traumwochenende nicht alleine sein werden, war uns vorab schon klar, aber was so ab 0300 Uhr Samstag früh an unserem Bus vorbeifuhr, glich einer Pilgerwanderung. Gott sei Dank strebten die anderen Seilschaften allesamt in die Glödis

cooler Kamin…

Nordwand („sundays for future“), sodass wir lediglich mit ausreichend Abstand zu einer ersten Partie in unsere Tour einstiegen.

Knackig ging es gleich mal im Einstiegs- Mixedgelände aufwärts und da es arschkalt war, kletterten wir am laufenden Seil bis zur ersten Eislänge hinauf. Diese wartete mit nicht gerade guten Bedingungen nun auf Martin, der die Stelle aber souverän meisterte und die folgenden Längen weiterführte. Wir wechselten uns perfekt ab, kletterten unsere Längen zügig durch und freuten uns diebisch, dass wir hier (fast) alleine in einer großartigen Tour klettern durften. Ja, bis ein Riesentrum eines Steines knapp neben uns einschlug- da waren wir kurz mal baff und erinnerten uns, dass wir nicht gerade im Klettergarten unterwegs sind…

Schönstes Mixedgelände wechselte sich mit super Eis ab und schnell waren wir oben am Ausstieg dieser 500 Meter hohen Wand- bei dem ein Kollege der

im Ganot Nordwandgully…

vorausgestiegenen Seilschaft auf uns wartete, in der Hoffnung, seine zwei verlorenen Eisschrauben wieder zu erhalten. Im Gegenzug bekamen wir eine vorbereitete Abseilstrecke und den kostenlosen Rücktransport unseres am Einstieg zurückgelassenen Materials bis zur Lesachalmhütte durch seinen Spezl. Perfekt und Dankeschön an Ronny und Sepp!

Interessanterweise war es Sonntag früh um einiges ruhiger, wobei wiederum alles Richtung Glödis marschierte. Wir waren diesmal die erste Seilschaft im 600 Meter hohen Ganot Nordwandgully, der uns mit kurzweiliger und moderat schwieriger Kletterei begrüßte. Und weil`s noch ein wenig kälter war als am Vortag, wechselten wir nur zweimal und stiegen sonst alles am laufenden Seil durch. Mittags bei Null Wind am Gipfel des Ganot zu stehen mit einer Fernsicht, die es nur im Winter so unvergleichlich gibt, zeigte uns dieser Tag einmal mehr, wie privilegiert wir doch sind: in einem der schönsten und besten Länder der Erde zu leben! 😊

am Ausstieg des Ganot…

Und dass die TAB`s bei unserer Rückkehr zum Bus auch noch schmeckten, machte die beiden Tage unvergessen. Danke Martin für die Ideen und das gemeinsame Klettern!

hier gehts zum album und der Tourenbeschreibung des Ralfkopf…

hier geht`s zum album und der Tourenbeschreibung des Ganot…

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die Fotos vom Ralfkopf könnt ihr hier sehen:

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die Fotos vom Ganot seht ihr hier:

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das video dazu seht ihr hier:

lost in pollywood 2020:

Kategorien: Touren

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