12.01.2021

Martin`s Eiskurs für die Bergführerausbildung stand kurz bevor und zum Feinschliff schlug er einen Besuch im Anlauftal vor…

Martin führt im Mordor die dritte Seillänge…

Ich wusste, dass sich die Eisbedingungen im Gasteinertal Anfang Jänner perfekt entwickelten. Die ersten zaghaften Meldungen im Netz waren eindeutig- so gab es nur ein kurzes Absprechen hinsichtlich der Ausrüstung und es konnte schon losgehen!

Es war eiskalt im Anlauftal- perfekt für unseren Sport! Schon am Parkplatz unten wussten wir, dass wir nicht allein sein würden. Kein Wunder, ist doch Gastein ein hotspot für die Pickelschwinger. Am Einstieg oben dann das herzliche „Hallo“ mit Martin`s Bergführerspezln: lauter Kapazunder waren da- die einen machten sich auf Richtung Rodeo, die Anderen zum Supervisor und wir nahmen die vereinbarte „goldene Mitte. Lediglich eine Seilschaft vor uns im Mordor bei schon recht gutem Eisaufbau war kein Thema, eine alternative Route zu suchen. In Wechselführung ging es flott hinauf. Das Eis war genauso prächtig wie es die anderen äußeren Umstände waren- fast perfekt zu klettern!

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Der Mittelteil von Mordor vom Rodeo aus gesehen…

Meine Lieblingstour für dieses Wochenende war allerdings etwas weiter rechts vom Mordor angesiedelt: zwar noch etwas dünn und sicher sehr anspruchsvoll zu klettern, beneidete ich die neben uns kletternde Seilschaft im Supervisor- was für ein Ding und eine Linie! 😊

Auch Martin war beim Abseilen beeindruckt, wie spektakulär doch der Supervisor dastand. Und war nicht abgeneigt, es tags darauf zu versuchen: Wir waren die Ersten am Einstieg oben und konnten somit aus dem Vollen schöpfen. Die Wahl fiel mir schwer, war doch die Routenentscheidung diesmal auf meiner Seite: „Sollen wir ins Rodeo oder den Supervisor?“ Mit einem kurzen Nicken Richtung Rechts begann Martin mit dem Klettern. Ab der zweiten Eislänge begann mein Tagwerk- die Mixedpassagen rüber zum Beginn der ersten langen WI6-  Länge waren sehr gut zu klettern. Und die nachfolgenden senkrechten Zapfen megageil!

Doch obwohl es sicher -15°C hatte, begann die hervorkommende Sonne im Ausstiegsbereich des Falles mit ihrer Arbeit: wenige Minuten später begann es zu

Jürgen im Mittelteil von Mordor…

tropfen- und wie! Wir standen förmlich in einer Eisdusche, das Wasser rann uns bei den Handschuhen unter den Overall und das gesamte Kletterzeugs fror zusammen. Und so gerne ich die letzte Länge klettern wollte, es half alles nix- wir mussten runter. Doch so einfach war das mit den steif gefrorenen Seilen gar nicht- eine echte challenge!

Gut zurück am Ausgangspunkt waren wir uns einig, so bald als möglich wieder zu kommen- nur bedeckt muss es sein für diese Tour. Auf keinen Fall Sonnenschein! 😉

Zwei Tage später war ich schon wieder dort: Jürgen hatte schon jahrelang den Wunsch, einmal den Mordor zu klettern. Und da mein Freund beim drytoolen starke Fortschritte machte und gut im Saft stand, war es klar- wir machen das Ding! Und genau so wars: eine Länge nach der Anderen stieg Jürgen perfekt und flott diesen Klassiker hinauf. Es war herrlich und beide genossen wir die Umgebung und die Kletterei!

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wenn Wasser gefriert…

Danke euch beiden für diese Klettertage! 😊

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hier gehts zum album und der Tourenbeschreibung…

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die Fotos könnt ihr hier sehen:

Kategorien: Touren

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