Zitat der WhatsApp von Peter: „Hey Michl- i sags ja wirklich (wirklich!) nit gern…oba es zieht diese Woche über den ganzen Alpenkamm eine Kaltfront drüber…wir müssen uns die „Verdon Option“ offen halten…“
…als ich das las, war ich schon fast in Innsbruck und bereit, die langen Schweizer und Südtiroler Felsklassiker unter meine Finger zu nehmen. „Naaaaa, net woahr!! Jetzt wü der Bua no amol nach Südfrankreich? Net mit mir!“ Waren meine ersten Gedanken- aber warum auch nicht? Bis jetzt war`s ja immer noch #leidergeil dort.
Doch fuhren wir nicht direkt ins Zentrum der Kalkkletterei, sondern machten einen kleinen Abstecher ins für uns unbekannte Granitviertel des Valle Orco, dem „kleinen Yosemite Europas“.
Die Nautilus gilt als eine der schönsten klassischen Trad-Routen im Valle dell’ Orco und vermittelt den typischen Kletterstil der Region. Klar, dass wir damit mal unseren Trip begannen- und bestätigen können wir dieses Zitat auch vollumfänglich.
Tags darauf das nächste highlight: Die Totem Bianco ist eine der historischen Trad-Routen des Nuovo Mattino im Valle dell’ Orco. Patrick Edlinger verzeichnete 1982 die erste Rotpunktbegehung dieser spektakulären, leicht überhängenden Verschneidung und bewertete sie damals mit 7a. Für mich als oldschool- Kletterer und jemand, der Edlingers Bilder aus den 80-er Jahren noch immer im Kopf hat, ein Megaschmankerl. Und weil der Tag noch nicht genug hatte (bzw. Peter war nicht ganz ausgelastet), wechselten wir wieder die Talseite.
Die Elisir d’Incastro ist eine der berühmtesten Einseillängen- Tradrouten im Valle dell’ Orco. Obwohl sie nur etwa 30 m lang ist, zählt sie zu den absoluten Klassikern der italienischen Risskletterei. Na ja, da braucht man nicht mehr viel darüber sagen, oder?
„Endlich wieder zu Hause!“ dachten wir, als wir in La Palud am Campingplatz eincheckten. Jetzt geht’s los!
Und wieder so ein Zitat: Die Tutti i gusti son gusti ist eine der bekanntesten modernen Mehrseillängenrouten im Verdon. Sie verbindet spektakuläre Wandkletterei mit typischem Verdon-Stil: steiler, löchriger Kalk, luftige Querungen und technisch anspruchsvolle Platten. Gleich neben der Petra Aliena gelegen, ist diese Linie perfekt zum Einklettern oder für den Verdon- Einsteiger geeignet.
Tags darauf zog es uns an die Crete des Vernis. Ein weiteres Schmankerl wartete dort unmittelbar neben der Ketchup auf uns. Die Verni Vidi Vici ist eine moderne, hervorragend abgesicherte
Mehrseillängenroute im Verdon. Sie zählt zu den beliebtesten Touren im oberen 6. Grad und überzeugt mit außergewöhnlich gutem Fels und abwechslungsreicher Wandkletterei. Ois kloar?
Peter war klarerweise noch nicht müde und voller Tatendrang. Unseren Kletterrasttag verbrachten wir in den Sportkletterrouten im Sektor Teens 2 und im kühlen Wasser des Verdon (das eingekühlte Bier im Verdon- Wasser schmeckt dort unvergleichlich gut…) 😊
Peter hatte es bereits angekündigt- und jetzt musste ich durch: Das Leiden eines alten Mannes beobachtet durch die Augen des Junggspundes, gepaart mit amüsanten Bemerkungen desselben und knallhart ohne jeglicher Regung vollstreckt- ich musste in eine 7c rein…
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Doch vorher gings zum Einklettern in die 9,81 m/ s2. Basiswissen in der Physik genügt da. Mit einer oldschool- Bewertung von 6c (da würde auch eine 7a heutzutage locker durchgehen) ist diese Linie von gerade mal 30 Metern Länge ein schon fast kulturelles musthave in der Schlucht.
Doch das Drama folgte unmittelbar darauf: Die Enivrance d’ un Soir ist eine 100 Meter kurze, aber äußerst intensive Mehrseillängenroute an
der linken Verdon-Schluchtseite. Sie genießt unter starken Sportkletterern einen ausgezeichneten Ruf, da sie auf wenigen Seillängen außergewöhnlich steile und athletische Kletterei in hervorragendem Kalk bietet. Für Kletterer, die sich im Bereich 7b bis 7c wohlfühlen und kurze, intensive Mehrseillängen bevorzugen, gehört Enivrance d’un soir zu den lohnendsten Touren der Verdon- Nordseite. Kennts euch aus? Peter fühlte sich sichtbar wohl dort… 😉
Was Kurzes zum Ausklettern am Vormittag vor der Heimfahrt musste noch her. Und dafür eignet sich der Sektor Moyen Eycharme mit
seinen nach Südwesten ausgerichteten Plattenfluchten perfekt: Die Les Trous de Première Classe gehört zu den großen Klassikern der Escalès im Verdon. Die Route ist berühmt für ihre außergewöhnliche Kletterei an den charakteristischen Verdon-Wasserlöchern („trous“) und gilt als Musterbeispiel für technischen Lochkalk. Der Name („Wasserlöcher erster Klasse“) beschreibt den Charakter perfekt: Die Route folgt einer Reihe von grauen, kompakten Wänden, die von den Verdon- typischen Erosionslöchern durchsetzt sind.
Na ja- und auch hier gilt: Was willst du da noch dazu sagen? Außer: „Genau für diese vier Seillängen fährt man ins Verdon!
Einen megagroßen Dank an meinen Freund und Kletterspezl Peter- auch für deine eingangs gesendete WhatsApp! 😊
Es war einfach #leidergeil- Part 3!
hier geht’s zum album und der Tourenbeschreibung der Nautilus…
hier geht’s zum album und der Tourenbeschreibung der Totem Bianco…
hier geht’s zum album und der Tourenbeschreibung der Elisir d`Incastro…
hier geht’s zum album und der Tourenbeschreibung der Tutti i Gusti son Gusti…
hier geht’s zum album und der Tourenbeschreibung der Verni Vidi Vici…
hier geht’s zum album und der Tourenbeschreibung vom Teens- Klettergarten…
hier geht’s zum album und der Tourenbeschreibung der 9,81 m/ s2…
hier geht’s zum album und der Tourenbeschreibung der Enivrance d`un Soir…
hier geht’s zum album und der Tourenbeschreibung der Les Trous de Premiere Classe…






