Wunderschöner Neoklassiker an der Blechmauer mit Markus Gruber!
„Talwaechter“: 8 (7- obl.). Im Einzelnen: 4- (45 m), 5 (40 m), 6 (30 m), 8 (20 m), 7+ (35 m), 8- (25 m), 7 (35 m).
Gesamt 7 Seillängen, 230 Klettermeter, Wandhöhe 180 Meter, Zustieg 30 Minuten ab PP Lawinengalerie, Kletterei 4 Std, Abstieg 30 min. Gesamt 400 Hm, 5 Stunden
Charakter: Mit eine der schönsten Linien in der Blechmauer. Konstant schwer und abwechslungsreich im (bis auf zwei kleine Ausnahmen) besten Rax- Fels. Die beiden Schlusslängen sind megaschön. Die von Thomas angegebenen Schwierigkeitsgrade sind meiner Meinung nach sehr hart und etwas untertrieben. Also wenn man den siebten Grad nicht wirklich top beherrscht, kommst da nicht leicht rauf…zwingende Kletterstellen.
Zustieg: Vom PP Lawinengalerie an der Höllentalbundestrasse über die Schönbrunnerstiege ins Höllental hinein. Rund 100 Meter nach Ende der Stiege links rauf zum Wandfuß und diesen entlang bis zum Einstieg bei drei Gedenkschildern. Einstieg bei der Plakette „Hic Rhodus“.
Beschreibung: immer den Bolts bzw. der Nase nach. Details siehe topo.
L1- 4-: gerade rauf an schönen Henkeln hinauf zum Stand.
L2- 5: anfangs gerade rauf über eine steile Schuppe, dann linkshaltend durchs „Gemüse“ zum Stand der Blechmauernverschneidung bei Baum.
L3- 6: vom Stand weg nach rechts, dann sehr plattig und steil gerade rauf (nicht den umgebogenen Laschen der „Diesseits von Eden“ nach links folgen!), abschließend nach rechts rüber zum Stand.
L4- 8: gerade rauf über den schwarzen Wulst drüber (Links- Rechtsschleife, zu Beginn überhängend, dann diffizil über die kompakte Wand nach rechts), dann linkshaltend anspruchsvoll unter einem kleinen Dach zum Standplatz.
L5- 7+: zu Beginn markant nach links in einem Riss hinauf, dann beim dritten Bolt nach rechts in die gelbe Wand hinein (nicht dem Riss weiter folgen!). Weiter immer rechtshaltend zum gemeinsamen Stand der „Trash and Terror“ und der „Hic Rhodus, Hic Salta“ hinauf.
L6- 8-: anfangs leicht nach rechts die wunderbare Verschneidung kurz hinauf, dann rechtshaltend die steile und grau zerfressene Wand weiter, zum Schluss noch leicht überhängend und äußerst kraftig zum vorletzten Standplatz hinauf.
L7- 7: den goldenen Bolts pfeilgerade nach oben durch die weisse Wand folgen, immer an Henkeln oder guten Leisten entlang bis zum großgriffigen Abschlussriß und dem Ausstieg hinauf.
Abstieg: Vom Ausstieg der Tour wenige Meter fast waagrecht durchs Gebüsch nach Osten bis zum Wachthüttelkamm. Diesen hinunter (Leitern und Seilversicherungen) bis zum Ausgangspunkt.
Bemerkungen: Eine wirklich schöne Tour in super Fels an der Blechmauer! Ab der 3. Seillänge wird’s traumhaft- aber echt pumpig und anhaltend schwer. Die Schwierigkeitsbewertung ist unserer Meinung sehr streng. Die Tour kann auch abgeseilt werden- Vorsicht auf darunter kletternde Seilschaften!
Ausrüstung: komplettes Felskletterzeugs, 14 Expressen, 1-2 lange Schlingen, Doppel- oder Einfachseil 50 m.
besten Dank für das super Topo an Thomas Behm!