Glockner NW- Grat 2014!

von Michl Kraeftner am 5.10.2014

„Des gibt’s jo net!“- sämtliche Schibergsteiger vom Bodensee bis Neusiedlersee posten ihre Besteigungsfotos vom Grossglockner, die Verhältnisse in den Alpen sind seit Wochen perfekt und unsereiner sitzt mit einer Seitenstrangentzündung zu Hause… „Aber nicht mit mir! I wüll a do auffi!“…

sehr beeindruckend...

sehr beeindruckend…

Gestern Abend füllte ich mein Auto mit sämtlichem Material und fuhr Richtung Kals. Doch offensichtlich hatte ich zwar meine Biwakausrüstung dabei, aber den Schlafsack samt meinem Hirn im Keller vergessen. Also aus der Not eine Tugend gemacht und noch spät abends um 2300 Uhr ein kuscheliges Zimmer im Lucknerhaus gecheckt („is eh viel besser als am Parkplatz in der Kälte pennen“ 😉 ). Nebenbei erfuhr ich dort noch von gerade eben zurückgekehrten Bergsteigern von nahezu perfekten Verhältnissen am NW-Grat. Und weil Flo und ich nach erfolgreicher Durchsteigung der Mayerlrampe 2006 den Grat ausließen und über die Grögerrinne abstiegen, war die Aufstiegsroute somit fixiert…

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...saugeil!

…saugeil!

…Die ersten Lichter waren schon ziemlich weit am Stüdlgrat oben, als ich darunter über das Teischnitzkees zur Grögerrinne hinüber querte. Drei Zweierseilschaften begannen gerade den Aufstieg in der Rinne. Die kurzzeitige Hoffnung, dass zumindest eine davon Richtung Mayerlrampe unterwegs war- „da könnte ich doch vielleicht…“- , zerschlug sich leider bald.
Kurz unterhalb der Grögerschneid hatte ich mich dann an die Spitze des Feldes gesetzt und konnte am Beginn des NW- Grates die Morgensonne genießen!

„Den hatte ich letztes Mal ein wenig flacher in Erinnerung“, dachte ich noch und erhöhte meine Konzentration beim Klettern.Aber die Verhältnisse waren wirklich top und vier Stunden nach meinem Aufbruch vom Lucknerhaus stand ich bei affengeilem Wetter am höchsten Punkt Österreichs.

"links auffi, rechts owi"

“links auffi, rechts owi”

Da ich gleichzeitig mit den ersten Stüdlgratkletterern am Gipfel ankam, war ich auch im Abstieg der Erste und dementsprechend flott. Sechs Stunden Glocknerüberschreitung waren GENAU DAS, was ich schon so vermisst habe!

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Am Speed muss ich zwar noch arbeiten, aber ansonsten lief`s perfekt! 🙂

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.die Fotos könnt ihr hier sehen:

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2 Kommentare

  1. jo jo am speed mußt no arbeiten

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