DYNAFIT Kitzsteinhorn Extreme 2014!

von Michl Kraeftner am 12.4.2014

was ist schlimmer als stechende Schmerzen in den Beinen, Atemnot, Blasen an den Händen, Schwindel, Durst und Fußpilz?

GENAU: Ein Vertical Rennen von Kaprun bis auf den Gipfel des Kitzsteinhorns! Das Ganze nennt sich Kitzsteinhorn extreme und führte über 17 Kilometer und 2.500 Höhenmeter direkt vom Marktplatz in Kaprun (mei woar`s do sche woarm…) direkt und sausteil auf knapp über 3000 m rauf (mei woar`s durt koit…)! 😉

Tom im ersten Drittel…

Und weil uns ja nichts zu blöd, anstrengend, oder…. ist, waren Tom, Andi, Witsch und Michl am letzten Wochenende dort am Start. Knapp 100 andere Irre standen ebenfalls so rum und warteten in voller Tourenschimontour, mit Turnschuhen an den Füßen, dafür aber mit Schi und Tourenschuhen am Rücken, dass endlich der Startschuß zu diesem Wahnsinn fällt.

Von Andi und Witsch waren wir ja schon vorgewarnt: der Start mit Turnschuhen gleicht einem 1000- Meter Kurzsprint, bei den steilen Spitzkehren zur Ederalm rauf wird`s nochmal ein wenig schneller, beim  Wechsel auf die Schi erschlägt dich dann der laktatüberfüllte Oberschenkelmuskel, und ab 2.500 m Seehöhe ist für uns Flachländer ohnehin der “Ofen aus” und die Gier nach Luft wird zur Überlebensfrage… 🙂

Andi knapp dahinter...

Andi knapp dahinter…

Tom, der so richtig heiß auf einen erfolgreichen Tourenrennabschluß 2014 war, ließ vom Startbeginn keinen Zweifel aufkommen, dass die TOP 10 sein begehrtes Ziel waren. In Ermangelung von Schnee bei uns waren die ersten Berglaufkilometer auch schon in seinen Beinen, sodass die erste Rennhälfte bis knapp unter die Ederalm zu Fuß mit erstaunlich lockeren Beinen absolviert wurden. Doch mit Fortdauer des Rennens machten sich auch bei Tom doch das eine oder andere winzigkleine Ziehen in so manchen Beinmuskeln bemerkbar. In einer fantastischen Zeit von 2 Std 46 min 10 sec. belegte Tom den 11. Gesamtrang! Schwer zufrieden über seine Leistung war Tom auch mit der heurigen Rennsaison versöhnt. Nur das schmerzverzerrte Gesicht bei schnellen Bewegungen in der Bergstation oben zeigte uns, dass auch unser Freund ein wenig gelitten hatte… 🙂

 

Witsch Nagl...

Witsch Nagl…

Andi, der ja schon wußte, was ihn erwartete (warum woar a daunn nur dabei?), schoß ebenfalls los, als würde das Ziel beim Ortsende Kaprun stehen. Von Andi wissen wir ja mittlerweile, dass er derjenige ist, der mit wenig Sauerstoff am besten auskommt. Und so war es auch diesmal: unterhalb vom Langwiedboden noch mal kurz gesehen, schaltete Andi einen Gang rauf und finishte im Ziel in einer Zeit von 3 Std 01 min 22 sec. auf dem 30. Gesamtrang! Gratulation, Andi! 🙂

Witsch, unser Bergfloh, ist ja auch immer für jeden Blödsinn zu haben: bei ihm wissen wir (eher) vom Gegenteil: in den Laufschuhen saustark und je “steiler desto besser”, verliert unser Freund- je höher es rauf geht- ein wenig an Boden.

Michl läuft...

Michl läuft…

Und so mußte Witsch tatenlos mitansehen (oder spüren), wie ihn auf Höhe der Krefelderhütte der Teamchef höchst persönlich überholte und ihm die Sporen gab! 🙂 Zur Ehrenrettung sei gesagt, dass seine Zeit von 3 Std 25 min 09 sec noch immer für den 50. Gesamtrang reichte! Und wennst so leidest, ist es doppelt bemerkenswert, durchgehalten zu haben! Chapeau!

Michl, der eigentlich “nur” den Chauffeur spielen wollte, fand sich dann trotzdem in seinen Laufschuhen am Start wieder (warum tua i des nur???)! Als bekennender Radfahrer ist ihm Laufen ein Graus und schweres Gepäck am Rücken sowieso suspekt. Mit NULL- Laufmeter in den heurigen Beinen fasste er gleich mal kurz nach dem Startschuß die “rote Laterne” aus. Doch wider Erwarten wurde dieser Uphill zum reinsten Vergnügen:

Fußpilz für alle...

Fußpilz für alle…

Die Strecke noch gut bekannt aus einer Trainingstour im letzten Herbst mit Tom, stellten ihn lediglich die letzten 200 Höhenmeter vor ungeplante (aber nicht unerwartete) Herausforderungen: komplett “maroni und gestorben” soll man noch mit Steigeisen einen 45 ° steilen Hang in der Dirretissima überwinden! Aber irgendann geht auch das mal- in 3 Std 15 min 18 sec- vorbei und steht am 46. Gesamtrang dann doch ganz stolz und unerwartet im Ziel! 🙂

Eine lohnenswerte, perfekt organisierte Veranstaltung, die sich viiel mehr Starter verdienen würde! Ein Highlight in der Tourensaison, das alles hat, was man sich von einem langen Aufstiegsrennen erwartet: perfekter Schitourenrennsport!

hier gehts zur Seite des Veranstalters…

hier gehts zur Kitz-extreme 2014- Ergebnisliste…

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Kitzsteinhorn extreme 2014:

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die Fotos könnt ihr hier sehen:

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2 Kommentare

  1. Michl deine Berichte sind genial – deine Art erlebtes zu formulieren ist großartig – wennst das gelesen hast meinst du, du warst dabei – Gratuliere deinem Team zu den Erfolgen und dir zu deinen “lebendigen” Berichten.
    LG aus dem Ennstal
    Hannes

    • admin

      Danke, Hannes!
      Wir bemühen uns, bei unseren Berichten etwas “Lebendigkeit” in die ansonsten sehr stoischen Berichte im Netz zu bringen. Und es freut uns sehr, wenn dir das gefällt! Schöne Grüße aus dem Flachland!

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