Sehr schöne Gesäusetour an der Planspitze mit Chris Draxler!
Planspitze Nordwestwand, „Optima“: 7 (6+ obl.). Im Einzelnen: 2 (80 m), 7- (25 m), 7 (40 m), 3 (25 m), 7- (35 m), 6 (30 m), 6+ (50 m), 6+ (45 m), 6 (35 m), 5 (20 m), 7- (50 m), 6 (40 m), 3 (40 m), 6- (40 m).
Ausrichtung Nord. Gesamt 15 Seillängen, 400 Klettermeter, Wandhöhe 370 Meter, Zustieg 1 Stunde 30 Minuten ab PP Buchsteinhaus- Höllersteig, Kletterei 5 Std, Abstieg 2 Stunden 30 Minuten. Gesamt 1.500 Hm, 9 Stunden
Charakter: Konstant schöne und anhaltende Linie in der Planspitze NW- Wand.Coole Linienführung im besten Fels entlang von Wasserrillen, Tropflöchern und Platten. Keinesfalls eine Plaisiertour!
Ausgangspunkt: An der Gesäuse Bundesstrasse B 146 zwischen Admont und Gstatterboden bei der Ennsbrücke unweit des Campingplatzes Forstgarten beim PP Buchsteinhaus.
Zustieg: Vom PP an der Gesäusebundesstrasse (gebührenpflichtig, 6 €/ Tag) in südlicher Richtung immer entlang der roten Markierung des Höllersteiges steil aufwärts bis unter die ersten Felsen. Dort markant rechts weiter, über eine kurze stahlseilgesicherte Stelle drüber zum Einstieg bei Felsnische. (1,5 Std). Tipp: wir sind die ersten beiden SL (lt. Topo) seilfrei rauf zur zweiten Felsnische und begannen erst dort mit der Kletterei.
Beschreibung: siehe topo bzw. immer den bolts entlang. Bolts nicht immer sofort sichtbar (gleiche Farbe bzw. weite Abstände). Nachfolgende Beschreibung startet daher ab SL 3 im topo.
L1- 7-: steiler Einstieg über eine Wand, Boulderstelle am Beginn der gut sichtbaren Verschneidung und diese hinauf.
L2- 7: immer der Verschneidung folgen, im zweiten Teil leicht links hinaus und rauf zum Standplatz.
L3- 3: vom Standplatz weg im gestuften leichten Gelände aufwärts.
L4- 7-: einen seichten Riss leicht links haltend aufwärts, beim dritten bolt markant nach rechts und dann in einer markanten Links- Rechtsschleife weiter aufwärts zum Stand.
L5- 6: anfangs eine leichte Verschneidung linkshaltend rauf, dann Querung nach rechts und plattig an Rillen rauf zum Stand (weite Boltabstände).
L6- 6b: Von Stand anfangs steil gerade rauf und dann leicht rechtshaltend zu Stand auf Absatz unterhalb einer markanten Verschneidung.
L7- 6b+: die Verschneidung hinauf, kurze Querung nach rechts (Zwischenstand möglich) und wieder entlang der Verschneidung weiter. Nun markante Rechtsquerung (Plattenstelle) zu Baum und Stand hinüber.
L8- 6: Plattenschleicherei vom Feinsten gerade rauf.
L9- 5: über eine seichte Verschneidung rauf zum Stand.
L10- 7-: wiederum eine Platte mit Megawasserrille stichgerade rauf zum Standplatz.
L11- 6: plattig gerade rauf (bolts nicht sichtbar), dann über links den Überhang (rechter Hand) drüber und weiter zum Standplatz.
L12- 3: entlang von Bändern scharf rechts rüber.
L13- 6-: superschön gerade hinauf zum letzten Stand.
Vom letzten Stand waagrecht nach rechts hinüber und immer den leichtesten Weg entlang eines Stahlseiles zum Ausstieg (100 m).
Abstieg: Vom Ausstieg zur Peternscharte hinauf (ca. 10 Minuten) und über den Peternpfad (SG bis 2, steil und ausgesetzt) zur Haindlkarhütte hinunter. Weiter auf markiertem Wanderweg bis zur Bundesstrasse runter (gesamt 2,5 Std). Final noch rund zwei Kilometer die Bundestrasse Richtung Osten zum Ausgangspunkt zurück. Alternativ vom Ausstieg zur Hesshütte hinunter und über den Wasserfallweg ins Tal.
Bemerkungen: Durch die Sanierung im Jahr 2000 eine der besten Touren im Gseis. Tagesfüllend und im Gesamtanspruch nicht zu unterschätzen. Die Abstände der bolts sind teilweise echt weit. Nicht immer kann mit friends dazu gesichert werden. Im oberen Teil kann über die rechter Hand führende, leichtere Linie „Plattensprint“ ausgestiegen werden. Route ist grundsätzlich zum Abseilen eingerichtet.
Ausrüstung: komplettes Felskletterzeugs, 8 Expressen, 1-2 lange Schlingen, BD friends 0,3 bis 3, Doppelseil 50 m.















