Eine tolle Linie in der Stadelwand mit Markus Gruber!
„Daham is Daham“/ Stadelwand- Schneeberg (1.407 m): VII+ (VII- obl.). Im Einzelnen: VI+ (40 m), VII+ (50 m), VII (25 m), IV (25 m), VII- (40 m), VII- (25 m), III+ (45 m), VII- (25 m), VII- (40 m), VI+ (35 m), VII (30 m), III (45 m), VII (30 m), VII+ (20 m), VII+ (20 m).
Ausrichtung Süd. Gesamt 15 Seillängen, 500 Klettermeter, Wandhöhe 350 Meter, Zustieg 1 Stunde, Kletterei 5 bis 6 Std, Abstieg 1 Stunde. Gesamt 750 Hm, 8 Stunden
Charakter: Mit Daham is Daham hat Thomas Behm eine der schönsten Touren im 7ten Grad im Rax/ Schneeberggebiet geschaffen. Exzellente Plattenkletterei in zumeist sehr gutem Fels, die durch wenige Überbrückungslängen gestört wird. Die Absicherung ist passabel bis gut, allerdings mit recht weiten Abständen. Der 7te Grad sollte gut beherrscht werden. Ein Rückzug ist bis zum oberen Teil prinzipiell möglich, doch dann etwas mühsam. Die letzten drei Seillängen können über den Stadelwandgrat umgangen werden- allerdings versäumt man dann Wesentliches. Im Sommer zu heiß.
Anfahrt: Mit dem Auto über die A2 und dann die S6 nach Gloggnitz und weiter über Reichenau ins Höllental bis zum Parkplatz beim Stadelwandgraben ca. 1 km vor (d.h. südöstlich) dem Weichtalhaus.
Zustieg: Vom Parkplatz den Weg in den Stadelwandgraben rund 25 Minuten aufwärts, bei den ersten Schuttfeldern unter der Stadelwand noch eine Kehre weiter und dann nach links auf Steigspuren unter die Wand. Nun neben einer Gedenktafel immer entlang des Wandfusses aufwärts bis zu einem markanten Baum. Über Schrofen schräg links aufwärts für rund 150 Meter zum Einstieg unter markanter Platte bei BH.
Beschreibung: siehe topo bzw. immer der Nase nach. Die Seillängen im Detail:
L1- VI+: zu Beginn eine seichte Verschneidung hinauf, dann linkshaltend und die nachfolgende Platte gerade rauf zu Stand.
L2- VII+: anfangs markant nach links über Schrofen zum Beginn einer weiteren Platte (Zwischenstand vorteilhaft). Dann steil links aufwärts und entlang schwarzer Wasserstreifen hinauf zu Stand.
L3- VII: rechts über eine kompakte Platte anspruchsvoll zum Standplatz hinauf.
L4- IV: schrofig gerade rauf um Stand.
L5- VII-: eine kompakte Wand anfangs nach links, dann kurzer Quergang nach rechts und final wieder nach links über eine Hangeschuppe zum Stand (1 BH).
L6- VII-: anfangs markant nach links zu morschem Baum, dann über eine herrliche Wasserrillenplatte hinauf zum Stand bei Baum.
L7- III+: Vom Stand kurz hinauf, dann fast waagrecht über Schrofen nach rechts und über eine grasige Rampe zu Stand bei morscher Baumwurzel.
L8- VII-: Eine kompakt steile Platte gerade rauf zum Standplatz.
L9- VII-: entlang einer markanten Rissverschneidung rechts aufwärts, dann gerade rauf zu Stand bei Baum.
L10- VI+: zu Beginn deutlich nach rechts, dann die Platte gerade rauf und final nch links zum Standplatz hinüber.
L11- VII: stichgerade hinauf, einen kleinen Überhang über links überwinden, dann leicht rechts zu Stand bei Baum.
L12- III: zu Beginn rechts ums Eck, dann die Schrofen aufwärts zu kleiner Einsattelung und dahinter kurz abwärts und schräg unter die headwall hinüber.
L13- VII: immer gerade aufwärts über eine Traumplatte zum Stand.
L14- VII+: anfangs leicht rechts aufwärts, dann markant nach links über eine kompakte Wandstelle drüber und abschließend gerade rauf zu Standplatz.
L15- VII: leicht rechts rauf, dann über den Wandbauch gerade hoch und final durch die mittlere kleine Verschneidung zum Ausstieg hinauf.
Es folgen anschließend noch einige Meter Richtung Stadelwandgrat hinüber. Dann diesen Grat (rot markiert) hinauf zu seinem Ende (ca. 200 Meter).
Abstieg: Vom Ausstieg des Stadelwandgrates leicht absteigend über eine Wiese zur Jagdhütte. Dort beginnt ein Steig, der abwärts zum Stadelwandsattel führt. Hier weiter nach rechts zur Schotterrinne, die zum Einstieg beim Materialdepot führt. Dann den Anstiegsweg hinunter zum PP retour (1 Stunde).
Bemerkungen: Die Tour hat durchaus einen alpinen Charakter mit einieg schrofigen Übergangspassagen. Eine gewisse Eigeninitiative beim Legen von friends ist Voraussetzung. Die boltabstände sind auf der weiten Seite- Sportkletterer habe da keine besondere Freude. Die zweite Seillänge besser aufteilen.
Ausrüstung: komplettes Felskletterzeugs, 8 Expressen, 2-3 lange Schlingen, ein mittlerer Satz friends 0,75 bis 2, Doppelseil 50 m.
Besten Dank an Markus für die pics!
























