Mixedtripp 2020!

27.1.2020

Als Chris und ich vor fast genau einem Jahr den Spitzborscht geklettert waren, konnten wir nicht ahnen, dort eine noch schwerere Linie zu besuchen…

die erste Länge unter das Dach hinein…

…die sich etwas überraschend ergab, als wir einen Tipp von Peter Gasser bekamen: die Rauhe Gaisl hätte genug Eis! Also flugs dorthin und unsere Kletterwochenende gleich mal bombig beginnen! Wir standen kurz vor Mittag unter der new look new hook von Christoph Hainz und Kurt Astner. Und da soll ich rauf? M9? Nie!
Unsere Arbeitsteilung verstand sich von selbst- ich mache die Längen Eins und Drei im Eis, Chris wird sich in der stark überhängenden M9 im Fels verwirklichen. Und da zeigte sich, wo der Bartl den Most herholt: ungemein schwierig und fast nicht zu lesen, war es oft nur Glück, die hooks und Tritte zu finden. Und wie ich das fast waagrechte Dach ganz oben klettern sollte, war mich nach dem Zusehen noch immer unklar.

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jetzt wird es wirklich spannend…

Aber irgendwo findet sich ein Weg und ich konnte den genialen Übergang von Fels auf Eis (fast) genauso genießen, wie Chris im Vorstieg. 😉 Mit viel Luft unter dem Hintern und mit viel Überwindung die Eisgeräte oben reinsetzen und rausschwingen- megalässig! Die letzten Meter zum Stand waren da nur noch Formsache.
Sehr nass und über viel fragiles Blumenkohleis kletterte ich die letzte Länge zum Ende der Tour. Und beim Abseilen sahen wir wieder einmal, wie steil es da wirklich rauf ist…
…wir gingen den zweiten Tag im Langental gemütlich nach einem ausgiebigen Frühstück an: la piera sollte es werden: ein wunderschöner, 120 Meter hoher Eisfall oberhalb der Zauberflöte in grandioser Landschaft- mit drei Stunden Zustieg jedoch nicht gerade leicht erreichbar. Dafür konnte man ziemlich sicher sein, alleine am Einstieg zu stehen.

beim Abseilen merkt man erst die Steilheit…

Und so war`s dann auch: keine Menschenseele und im Nebel fast schon mystisch, begannen wir zu klettern. Doch schon nach wenigen Metern in der ersten Seillänge war Schluss mit Lustig. Das Eis war dünn und so stark hinterspült dass bei jedem Schlag dieser Vorhang vibrierte und dröhnte. Wir suchten und fanden unser Heil im Retourklettern- wir trauten uns nicht weiter! Doch wie sagte Jürgen erst vor kurzem zu mir: „Das Bauchgefühl hat immer Recht“! Daher ging`s nun flott mit den Schi wieder runter zum ersten TAB…
…kollektives und stundenlanges Wunden lecken ist auch nicht unser Fall, zumal es im Grunde die erste Tour von uns beiden war, die sich als ein Griff ins Klo entpuppte. „Macht nix, beim nächsten Mal wird es dort schon klappen“! Und weil am nächsten Tag Bilderbuchwetter herrschte, machten wir noch vor unserer Heimfahrt die Eislinien in Corvara unsicher:

so soll`s sein!

Nur für Wenige und Das Schwert des Damokles liefen wir in kürzester Zeit hinauf und hatten unsere Freude ob der guten Eisverhältnisse- ja, so soll es sein! Und dabei konnten wir uns gleich bei Peter Gasser persönlich für seine guten Tipps und das Finden einer meiner Eisschrauben bedanken- der gute Junge war auch mit einer kleinen Gruppe dort. „Dankeschön, Peter“! 😊

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hier gehts zum album und der Tourenbeschreibung…

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die Bilder der new look könnt ihr hier sehen:

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das video seht ihr hier:

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new look new hook 2020:

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2 Kommentare

  1. Stefan Jansch

    Unglaublich ! Starke Touren! Und man muss auch umdrehen können, gut gemacht

    • Ja, Stefan! War für uns hart, zumal wir ja nicht gerade ums Eck wohnen und unser Aufwand für Touren in dieser Gegend dementsprechend hoch ist. Aber was soll man machen? Beim nächsten Mal klappt`s wieder! lg michl

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