Ice, ice baby 2019!

5.1.2019

…hieß mein Bericht über einen Trip mit Flo 2015. An den genau gleichen Tagen vor vier Jahren durfte ich als rookie mit einem alten Hasen einige Eisfälle in Südtirol unter meine Nomics nehmen…

Nur für Wenige…

Diesmal war Jürgen mit von der Partie, um heraus zu finden, ob bei einem Neubeginn im steilen Eis verlorene Leidenschaften wiedergefunden werden können. Wir begannen unseren trip ganz gemütlich in Prags beim Rosslahne Eisklettergarten. Perfekte Touren im unteren Schwierigkeitsgrad warten dort auf den Einsteiger. Wir kamen mittags dorthin und waren gleich mal umgeben von lauter Kapazundern: links von uns kletterte Vittorio Messini mit seinen Kunden, rechts von uns ein Vorbereitungskurs von Bergführeraspiranten mit den Heros Geri Zussner, Benni Purner und Albert Leichtfried!

Wohl ungemein beeindruckt davon, warf es mich dann gleich mal noch vor dem eigentlichen Einstieg zur ersten Tour voll auf die Fresse! Aber auch kein Wunder: dort war es doch wirklich spiegelglatt am Boden! 😊 So etwas

Dünner Schauder…

verschafft natürlich sofort den richtigen Eindruck bei den pro`s.

Jürgen machte es da schon viel besser als ich: waren seine ersten Pickelschläge noch etwas ungelenk, so wurde er mit jedem Meter sicherer. Ich sah sofort, er war (wieder) in seinem Element. Und es taugte ihm voll, zumal sich das drytooling- Training zu Hause hier nun doppelt bezahlt machte. Wir kletterten Länge um Länge und ich konnte die fast perfekten Bedingungen im Goasborscht an der Rauhen Gaisl daneben ausführlich studieren. Vitto gab mir noch zusätzliche wertvolle Tipps vom Fall, kennt sich der Kerl bekanntlich dort ziemlich gut aus! 😉 Auch mit Geri konnten wir einige nette Worte wechseln und bekamen gute Tipps für zukünftige Unternehmungen.

Goasborscht…

Unser Plan A für den Folgetag, ins Langental zur Teufelsgeige zu gehen, scheiterte an uns Weicheiern selbst: -19° C am Einstieg, gepaart mit 80 km/h Nordföhn war uns einfach zu heavy. Doch Plan B war dann ohnehin mindestens genauso geil: Nur für Wenige und anschließend der Dünne Schauder in Corvara waren ob der strengen Bedingungen verwaist und wir demnach dort (fast) die Einzigen. Perfektes Klettern war angesagt! 😊

Unsere Erfahrung, sich das Sahnehäubchen bis zum Schluss aufzuheben, bewahrheitete sich auch diesmal: Am dritten Tag zog es uns wieder nach Prags- der Goasborscht wartete auf uns. Diesmal schliefen wir aus, frühstückten ausgiebig und wanderten anschließend locker zum Einstieg. Die drei Seilschaften vor uns störten uns nicht, zumal die erste schon wieder am

3. SL vom Spitzborscht…

Abseilen war und die anderen beiden keinen Eisschlag produzierten.

Wir konnten neuerlich mit den nächsten Assen- Simon Gietl und Philipp Brugger– plaudern und uns dabei die Zeit vertreiben…

Als Jürgen zum ersten Stand aus der M6- Länge kam, fürchtete ich, dass ihm das wohl zu viel geworden sei. Doch ich hörte nur eines. „Vui geil“! In der zweiten steilen Eislänge kämpfte mein Freund dann schon gehörig mit der schwindenden Kraft in den Unterarmen- doch noch immer voll motiviert. Und als ich nach Vollendung dieser Tour in seine Augen blickte, sah ich nur Begeisterung und Glück. Der Kerl hat doch tatsächlich eine verloren geglaubte Leidenschaft wiedergefunden! 😊

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hier gehts zum album und der Tourenbeschreibung vom Nur für Wenige…

hier gehts zum album und der Tourenbeschreibung vom Dünnen Schauder…

hier gehts zum album und der Tourenbeschreibung vom Goasborscht…

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und hier die videos dazu:

Goasborscht 2019:

 

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Duenner Schauder 2019:

 

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Nur fuer Wenige 2019:

4 Kommentare

  1. Stefan Jansch

    Gratuliere euch beiden zu den Geglückten Touren.

  2. Juergen

    Super Bericht Michl! Danke, dass du mich in diese verloren geglaubte Leidenschaft zurück geführt hast

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