Glockner NW- Grat 2019!

21.06.2019

Fast neun Jahre ist es schon wieder her, dass Tom und ich in knapp über vier Stunden über den Stüdlgrat auf den Glockner und wieder zurück zum Lucknerhaus rannten. Dutzende Skitourenrennen bewältigten wir gemeinsam im Team und meistens hing ich am Gummiseil hinter meinem Freund und versuchte vergebens, Schritt zu halten… 😊

Tom und ich 2010…

…die Zeit verflog und meine Interessen änderten sich. Nur selten sahen wir uns bei einer Schitour und noch weniger am Berg. Da traf es sich vortrefflich, dass Tom einerseits den Wunsch äußerte, über den NW- Grat auf den höchsten Berg Österreichs zu klettern und andererseits die Verhältnisse gut sein sollten.

Also ging es Mittwoch nach der Arbeit noch auf das Lucknerhaus. Nach knapp vier Stunden Schlaf holte uns der Wecker aus dem Bett und um 0300 Uhr waren wir schon am Weg Richtung Stüdlhütte. Der Wetterbericht kündigte ab Mittag Gewitter an, deshalb hieß es (wieder einmal) Gas geben. Wir entschlossen uns, die Schi zur Fortbewegung zu benutzen und mit diesen auch zu klettern. Kein Fehler, wie sich bald zeigen sollte.

Tom und das Gummiseil bei der Pierra Menta 2010…

Schon knapp nach der Lucknerhütte konnten wir die Laufschuhe gegen die Schiausrüstung wechseln, und sofort war es wie früher: Ich ging voran, versuchte ein schnelles Tempo einzuschlagen und Tom stieg mir ständig ob seiner Körpergröße und größeren Schrittlänge ständig auf die Schienden. Hatte mich das noch vor Jahren ungemein gestresst, war es nun echt cool! Mein Freund unverkennbar hinter mir auf dem Weg zu einer großartigen Bergtour- herrlich!

Am Teischnitzkees überholten wir die ersten Bergsteiger, die- ohne Schi unterwegs- zum Stüdlgrat marschierten. Die Mitnahme der Schi war Gold wert und schneller als ich gedacht hatte, waren wir an der Randkluft zur Grögerrinne. Fast perfekter Trittschnee leitete uns bis zur Grögerschneid hinauf. Die Morgensonne strahlte uns an, das Wetter und die Verhältnisse

am Beginn des NW- Grates…

ideal und ansonsten keine Menschenseele! Ein großes Privileg und ein Dank an unseren Herrgott, solche Tage immer wieder erleben zu dürfen.

Für Tom wurde es nun Ernst- Anseilen und dem Partner mit Steigeisen im kombinierten Gelände hinter her klettern, waren keine Selbstverständlichkeiten für meinen Freund. Der aber meisterte alle Stellen mit Bravour, sodass wir bis auf zehn Meter alles am laufenden Seil gingen. Schon knapp nach sieben Uhr früh standen wir mit einigen wenigen anderen Bergsteigern am Gipfel- und dieser ist für mich einfach etwas Besonderes- soo viele Erinnerungen verbinden mich mit diesem Berg.

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Tom und ich 2019!

Und obwohl auch am Normalweg beste Verhältnisse herrschten, waren kaum Leute unterwegs- für uns bestens, konnten wir so schnell und zügig zum Leitl runter klettern. Dort schnallten wir endlich wieder unsere Schi an und zogen unsere Schwünge nach unten. Anfangs noch sportlich hart, wurde es weiter unten noch richtig schön zu fahren- die Entscheidung dafür war goldrichtig!

Bereits kurz nach neun Uhr bestellten wir unser erstes Touren- TAB am Lucknerhaus und plauderten noch sehr ausführlich mit Jakob Herrmann, auf den wir bei der Adlersruhe trafen. Und auch das Gewitter kam pünktlich kurz nach Mittag…

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Keine 24 Stunden nach unserer Abfahrt von zu Hause waren wir wieder bei unseren Familien- danke Tom für diesen megaschönen Tag! 😊

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hier gehts zum album und der Tourenbeschreibung…

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die Fotos könnt ihr hier sehen:

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das video könnt ihr hier sehen:

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Glockner NW- Grat 2019:


 

6 Kommentare

  1. chr!s

    sauber, buam! schöne tour, bis bald mal….

  2. Jürgen

    Die Ducati und die Maurersachs wieder vereint !

  3. Ich danke dir Michl

    • Immer und jederzeit gerne! Ich freue mich, wenn ich nur einen verschwindend kleinen Teil wieder zurück geben kann!

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